Statuten

 

Vorbemerkungen

  1. Die Fischerinnen und Fischer in der Schweiz stehen gemeinsam für ihre Interessen ein. In diesem Sinne versteht sich der Fischereiverein Rhein Augst (FVRA) als Teil und Mitglied der übergeordneten Verbände, vor allem des Kantonalen Fischereiverbandes Basel-Landschaft (KFVBL) und des Schweizerischen Fischerei-Verbandes (SFV).
  2. In allen nachfolgenden Abschnitten, in denen zum Zwecke der besseren Lesbarkeit nur die männliche Form angeführt ist, gilt der Text sinngemäss auch für die weibliche Form.

1.   Name und Sitz

1.1.   Der Fischereiverein Rhein Augst, im Folgenden FVRA genannt, gegründet im Jahr 2004, ist ein Verein im Sinne von Art. 60 ff des Schweizerischen Zivilgesetzbuches.

1.2.   Der Sitz des FVRA ist Augst, Kanton Basel-Landschaft.

2.   Zweck und Aufgabe

2.1.   Der FVRA ist politisch und konfessionell neutral.

2.2.   Der FVRA vereint Fischer der Rheinpachtstrecke der Gemeinde Augst (BL) zum Zweck der Wahrung und Förderung der Fischerei sowie der Schulung seiner Mitglieder und anderer an der Fischerei interessierter Personen.

2.3.   Der FVRA ist der Hege und Pflege des Fischbestandes sowie der nachhaltigen Bewirtschaftung des Fischwassers im Rahmen der zutreffenden Gesetze und Verordnungen verpflichtet.

2.4.   Der FVRA pflegt den Kontakt zur Gemeinde Augst und zu gleichgesinnten Vereinen sowie zur Öffentlichkeit.                                    

2.5.   Der FVRA vertritt seine fischereispezifischen Interessen bei den Behörden und übergeordneten Organisationen.

2.6.   Der FVRA fördert die Geselligkeit und den Zusammenhalt unter seinen Mitgliedern sowie mit befreundeten Vereinen zum Zwecke des Gedanken- und Wissensaustausches.

3.   Mitgliedschaft

Der FVRA kennt folgende Mitgliederkategorien:

  • Aktivmitglieder (s. 3.2)
  • Freimitglieder (s. 3.3)
  • Ehrenmitglieder (s. 3.4)

Daneben kann der Verein finanziell unterstützt werden von   – Gönner/innen. (s. 3.5)

3.1.   Beitritt als Aktivmitglied oder Gönner erfolgt durch schriftliches   Aufnahmegesuch an den Vorstand. Die nächstfolgende Jahresversammlung (JV) entscheidet über die definitive Aufnahme. Eine Ablehnung bedarf keiner Begründung.

3.2. a   Aktivmitglieder müssen das 16. Altersjahr vollendet haben und im Besitze eines Sportfischerbrevets oder eines SaNaAusweises sein. Sie sind berechtigt, eine Fischerkarte für den Bann Rhein-Augst zu beziehen. Dies nach Massgabe der gesetzlichen und vereinsinternen Bestimmungen.

3.2. b   Ist die Höchstzahl der verfügbaren Karten erreicht, so entscheidet der Vorstand über die Zuteilung, nach Dauer der Mitgliedschaft und anhand der persönlich geleisteten Vereinsarbeit.

 3.2. c   Aktivmitglieder besitzen Stimmrecht an den vereinsinternen Abstimmungen.

 3.2. d   Aktivmitglied kann jede natürliche Person werden, die die Vereinsziele unterstützt, die Statuten akzeptiert und den Jahresbeitrag entrichtet.

3.3. a   Zu Freimitgliedern können Aktivmitglieder oder Gönner/innen (natürliche Personen) ernannt werden, die sich mehrfach uneigennützig für die Belange des FVRA eingesetzt haben. Der Vorschlag zur Ernennung wird vom Vorstand oder von einem Mitglied eingebracht und muss von der nächstfolgenden Jahresversammlung angenommen werden.

3.3. b   Freimitglieder sind vom Vereinsbeitrag befreit, jedoch nicht von der Entrichtung der Verbandsbeiträge.  (Siehe 4.3.3)

3.3. c   Freimitglieder besitzen Stimmrecht an vereinsinternen Abstimmungen.

3.4. a   Zu Ehrenmitgliedern können Aktivmitglieder, Freimitglieder und Gönner/innen (natürliche Personen) ernannt werden, die sich für die Belange des FVRA in besonderem Mass verdient gemacht haben. Der Vorschlag zur Ernennung kann nur vom Vorstand eingebracht werden. Der Ernennungsvorschlag muss von der nächstfolgenden Jahresversammlung angenommen werden.

3.4. b   Ehrenmitglieder sind von der Bezahlung des Jahresbeitrages befreit. (Siehe 4.3.3)

3.4. c   Ehrenmitglieder besitzen Stimmrecht an den vereinsinternen Abstimmungen.

3.5. a   Gönner/innen sind Sympathisanten des Vereins. Sie entrichten einen Jahresbeitrag, der mindestens kostendeckend sein muss und jeweils von der JV festgesetzt wird.

3.5. b   Gönner/innen besitzen kein Stimmrecht. Sie werden daher nicht auf der Mitgliederliste, sondern auf einer separaten Gönnerliste geführt.

3.5. c   Gönner/innen werden zur Jahresversammlung eingeladen. Sie können auch zu anderweitigen Vereinsanlässen eingeladen werden.

3.5. d   Gönner/in kann jede natürliche oder juristische Person werden, die die Vereinsziele unterstützt, die Statuten akzeptiert und den Jahresbeitrag entrichtet.

3.6.   Austritt aus dem Verein kann erfolgen durch:

  • Austrittserklärung
  • Streichung (aus dem Mitgliederverzeichnis)
  • Ausschluss
  • Todesfall

3.6. a   Austrittserklärung:

  1. Diese kann jeweils nur auf Ende jedes Kalenderjahrs erfolgen und ist zuhanden des Vorstandes bis spätestens 30. September schriftlich einzureichen. Alle finanziellen Verpflichtungen müssen per dato der Austrittserklärung erfüllt sein.
  2. Der Vorstand ist berechtigt, offene Beträge ausgetretener Mitglieder – notfalls auf dem Rechtsweg – einzufordern.

3.6. b   Streichung:

  1. Mitglieder oder Gönner/innen, die trotz erfolgter Mahnung ihren Jahresbeitrag nicht entrichtet haben, werden aus den entsprechenden Listen gestrichen. Die Streichung erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch Jahresversammlungsbeschluss. Betroffene Mitglieder werden vom Vorstand (Kassier) zuvor schriftlich benachrichtigt.
  2. Mitglieder oder Gönner/innen, die aus den Listen gestrichen wurden, können nach Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen ein schriftliches Wiederaufnahmegesuch an den Vorstand einreichen. Ein Anspruch auf Wiederaufnahme besteht jedoch nicht.

3.6. c   Ausschluss:

  1. Der Ausschluss eines Mitgliedes oder eines Gönners aus dem FVRA kann auf Antrag des Vorstandes durch die Jahresversammlung erfolgen, wenn sich das betreffende Mitglied den statuarischen Bestimmungen des Vereins nicht unterzieht oder dem Verein massgeblichen und erwiesenen Schaden zugefügt oder die kantonalen Bestimmungen der Fischerei verletzt hat.
  2. Dem Ausschluss kann eine einmalige schriftliche Ermahnung durch den Vorstand – unter Androhung des Ausschlusses – vorangehen.
  3. Mit Ausschluss Bedrohte müssen, unter Angabe der Ausschlussbegründung(en), vom Vorstand vor der JV schriftlich oder mündlich informiert werden.

3.6. d   Todesfall:

  • Im Falle des Ablebens eines Vereinsmitgliedes erlischt gleichzeitig dessen Mitgliedschaft. Der Verein verzichtet in diesem Fall auf allfällig noch ausstehende Beiträge.

4.   Finanzen

4.1.    Haftung: Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung von Mitgliedern ist ausgeschlossen.

4.2.    Kassenführung: Diese hat nach buchhalterischen Grundsätzen zu erfolgen. Der Rechnungsabschluss erfolgt jeweils auf Ende des Vereinsjahres, das identisch mit dem Kalenderjahr ist. 

4.3.    Vereinsbeiträge / Gönnerbeiträge:

Zur Bestreitung der Vereins-Auslagen werden von den Mitgliedern und Gönnern Jahresbeiträge erhoben. Die Zusammensetzung und Höhe der Beiträge gestaltet sich je nach Status unterschiedlich. (Siehe 4.3.3)

Der Jahresbeitrag setzt sich generell zusammen aus Grundbeitrag und Vereinsbeitrag:

  •             Grundbeitrag (Verpflichtungen – ext. Beiträge, z. Z. an KFVBL, SFV und ARGE Hochrhein)
  •             + Vereinsbeitrag / Gönnerbeitrag = Jahresbeitrag

4.3.1   Grundbeitrag: Der Grundbeitrag ist die Summe der obligatorischen jährlichen Verbandsbeiträge. Gemäss Vorbemerkung 1 sind Aktiv-, Frei- und Ehrenmitglieder gleichzeitig Mitglieder des KFVBL und des SFV, solange der Verein diesen Verbänden angeschlossen ist. Der Verein amtet als Einzüger und leitet die Beiträge an die Verbände weiter.

4.3.2   Vereinsbeitrag / Gönnerbeitrag: Zusätzlich zum Grundbeitrag erhebt der FVRA von den Aktivmitgliedern und Gönner/innen einen Beitrag zur Bestreitung seiner Auslagen. Die Höhe der Beiträge wird für das folgende Jahr jeweils von der Jahresversammlung beschlossen. Der Beitrag für Gönner/innen muss mindestens kostendeckend angesetzt werden.

4.3.3   Jahresbeitrag: Weil die Verbände ihren Grundbeitrag auch von Frei- und Ehrenmitgliedern einfordern, ergibt sich folgende jährliche Beitragssituation für den FVRA:

  • Aktivmitglieder entrichten den Grundbeitrag und den von der GV festgesetzten Vereinsbeitrag.
  • Freimitglieder sind vom Vereinsbeitrag befreit und entrichten nur den Grundbeitrag.
  • Ehrenmitglieder sind vom gesamten Jahresbeitrag befreit.
  • Gönner/innen sind vom Grundbeitrag befreit und entrichten nur den von der JV festgesetzten Gönnerbeitrag. (Siehe 3.3. a und 4.3.2)

4.3.4   Spenden: Alle Mitglieder und Gönner/innen dürfen jederzeit zusätzlich zu ihren Jahresbeiträgen finanzielle Unterstützung nach ihrem Ermessen leisten. Diese Beiträge werden in der Jahresrechnung als Spenden separat geführt.

4.4.   Patentgebühren (Fischerkarten). Diese werden jeweils von der Pachtgemeinde Augst erhoben und tangieren die Entrichtung der Jahresbeiträge nicht. Der FVRA amtet als Einzüger der Patentgebühren.

 

5.   Organe

Die Organe des Vereins sind:

  • Die ordentliche Jahresversammlung. (5.1)
  • Die ausserordentliche Jahresversammlung. (5.2)
  • Der Vorstand. (5.5)
  • Die Rechnungsrevisoren bzw. die Revisionsstelle. (5.6)

Die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder sowie der Rechnungsrevisoren beträgt jeweils ein Jahr. Wiederwahl ist unbeschränkt möglich.

5.1.    Ordentliche Jahresversammlung (JV): Sie ist das oberste Organ des Vereins. Sie findet jeweils im Januar statt und wird vom Vorstand 30 Tage im Voraus, unter Angabe der Traktanden, schriftlich einberufen.

5.1. a   Traktanden der JV: Die ordentliche Jahresversammlung behandelt nur Geschäfte (Traktanden), die statutengemäss den Teilnehmern mitgeteilt wurden. Die folgenden Geschäfte müssen zwingend von einer Jahresversammlung behandelt werden:

  1. Begrüssung, Eröffnung und Abschluss durch den Versammlungsleiter.
  2. Genehmigung der Traktandenliste.
  3. Wahl der Stimmenzähler/innen und Feststellen der Anzahl Stimmberechtigter und des absoluten Mehrs.
  4. Genehmigung des Protokolls der letzten JV.
  5. Genehmigung des Jahresberichtes des Präsidenten.
  6. Entscheid über Streichungen und Ausschlüsse von Mitgliedern.
  7. Beschlussfassung betreffend Vereinsbeitrag und Gönnerbeitrag.
  8. Mutationen und ggf. Totenehrung.
  9. Genehmigung Jahresrechnung,  Revisorenbericht und Budget.
  10. Vorstellen und Genehmigung des nächsten Jahresprogrammes.
  11. Entlastung des Vorstandes und Wahl des/der Tagesvorsitzenden.
  12. Wahl des Präsidenten, des übrigen Vorstandes und der Revisoren.
  13. Beschlussfassung über Statutenänderungen.
  14. Beschlussfassung über Anträge des Vorstandes und/oder Anträge von Mitgliedern.

Beschlussfassung über Vereinsauflösung, Sachwalterbestellung und Verwendung des Liquidationsvermögens.

5.1. b   Die Reihenfolge der Traktanden ab 5. ist nicht zwingend, sie wird jedoch vom normalen Ablauf einer JV teilweise vorgegeben.

5.1. c   Zwingende, aber zur Zeit der Einladung inaktuelle, Geschäfte (z. B. Vereinsauflösung) müssen nicht auf der Traktandenliste aufgeführt werden.

5.1. d   Der Tagespräsident leitet die Wahl des Präsidenten und des Sekretärs. Nach deren Wahl kann die Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder entweder vom Tagespräsidenten oder vom neugewählten Präsidenten vorgenommen werden. Nach der Wahl des Vorstandes erlischt die Funktion des Tagespräsidenten.

5.1. e   Anträge von Mitgliedern an die JV sind unter Angabe der Begründung(en) bis spätestens 10 Tage vor der Versammlung (Datum des Poststempels) an den Vorstand schriftlich einzureichen.

5.1. f   Anträge auf Statutenänderungen können vom Vorstand oder von einzelnen Mitgliedern zuhanden der nächsten JV eingebracht werden. Diesbezügliche Anträge von Mitgliedern müssen mit entsprechenden Begründungen schriftlich an den Präsidenten eingereicht werden und mindestens 14 Tage vor dem JV-Termin vorliegen. Statutenänderungen erfordern die Zustimmung einer 2/3-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten. (Siehe 5.4.a)

5.2.    Ausserordentliche Jahresversammlung (AJV): Diese ist juristisch der ordentlichen Jahresversammlung gleichgestellt.

5.2. a   Eine AJV kann wie folgt einberufen werden:

  • Auf Begehren und Beschluss einer ordentlichen Jahresversammlung.
  • Auf Begehren des Vorstandes unter Angabe des Zweckes.
  • Auf schriftliches Begehren an den Vorstand von mindestens einem Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder, unter Angabe des Zweckes.

5.2. b   Eine AJV muss innerhalb von 60 Tagen nach Eingang des Begehrens durchgeführt werden.

5.3.   Vorsitz/Versammlungsleiter: Den Vorsitz an JV und AJV führt der Präsident, im Verhinderungsfalle ein anderes Vorstandsmitglied.

5.4.   Abstimmungen/Beschlüsse: Eine JV oder AJV ist nur beschlussfähig, sofern mindestens 50 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Abstimmungen erfolgen durch offenes Handmehr, sofern die vorliegenden Statuten nichts anderes vorschreiben. Bei Stimmengleichheit trifft der Versammlungsleiter den Stichentscheid.

5.4. a   Eine 2/3-Mehrheit der stimmberechtigten Anwesenden ist erforderlich für:

  • Statutenrevision (siehe 5.1.f)
  • Auflösung des Vereins. (siehe 6.1 bis 6.3)
  • Fusion mit anderen Vereinen. (siehe 6.4)

5.5.   Vorstand: Dem Vorstand obliegt die statutengemässe operative Leitung des Vereins. Er führt die laufenden Geschäfte und vertritt den Verein nach aussen. Er kann im Rahmen seiner Auslagenkompetenz (5.5. b) vorübergehend zur Erledigung von Sonderaufgaben vereinsinterne oder aussenstehende Einzelpersonen oder Fachgruppen – gegebenenfalls gegen Entschädigung – beauftragen. Diese Personen oder Gruppen gehören aber dem Vorstand nicht an.

5.5. a   Die  Aufgaben des Vorstands sind insbesondere:

  • Vorbereitung und Einberufung der Jahresversammlung sowie Vollzug der Beschlüsse.
  • Buchführung, Jahresrechnung und Budget zuhanden der   Jahresversammlung.
  • Ausarbeitung von vereinsinternen Regelungen zur Beschlussfassung durch die JV betreffen
  • Voraussetzungen für die Zuteilung von Fischerkarten. Zusätzliche Anordnungen für den Fischereibetrieb im Rahmen von Gesetzen und Verordnungen. (Z. B. zusätzliche Anordnung oder Verlängerung von Schonzeiten).
  • Kontaktpflege und Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten mit anderen Pächtern am Rhein
  • Mitwirkung bei der Rheinbewirtschaftung im Rahmen seiner Möglichkeiten und Kompetenzen.
  • Ahndung von Fischereivergehen und Verstössen gegen Vereinsbestimmungen, begangen von Mitgliedern.

5.5. b   Kompetenzen des Vorstandes: Der Vorstand verfügt über alle Kompetenzen, die nicht von Gesetzes wegen oder gemäss Statuten einem anderen Organ übertragen sind.

5.5. c   Vorstandsmitglieder sind:

  • Präsident/in (Vorsitz)
  • Sekretär/in
  • Rechnungsführer/in (Kassier/in)
  • null bis zwei weitere Mitglieder.
  • Ämterkumulation: Maximal sind zwei Ämter pro Vorstandsmitglied möglich.

5.5. d   Die Wahl des Vorstandes geschieht durch die Jahresversammlung unter der Leitung des Tagespräsidenten. In ihre Ämter werden nur Präsident/in und Sekretär/in gewählt. Der restliche Vorstand konstituiert sich selbst. (Siehe 5.1 d)

5.5. e   Rechtsverbindliche Unterschrift führt der Präsident kollektiv mit einem weiteren Vorstandsmitglied.

5.5. f   Vorstandssitzungen: Der Vorstand versammelt sich jeweils auf Einladung des Präsidenten, so oft es die Geschäfte verlangen, unter Angabe von Traktanden, Ort und Zeit. Es muss ein Sitzungs-Protokoll geführt werden.

5.5. g   Auslagenkompetenz: Der Vorstand verfügt pro Jahr über einen Gesamtbetrag von CHF 2’000.– für Vereinsauslagen. Höhere Beträge unterstehen der Beschlussfassung durch die Jahresversammlung.

5.5. h   Vergütungen: Die Vorstandsmitglieder leisten ihre Arbeit ehrenamtlich und daher grundsätzlich unentgeltlich. Sie sind aber von der Entrichtung des Jahresbeitrages befreit. Sie haben Anrecht auf Vergütung ihrer effektiven Spesen gegen Beleg. Auf Wunsch steht den Vorstandsmitgliedern unentgeltlich eine Fischerkarte zur Verfügung, unter Massgabe von Artikel 3.2 a dieser Statuten.

5.5. i   Datenschutz: Der Vorstand ist berechtigt Mitglieder- und  Gönnerlisten zu führen. Diese enthalten

  • für natürliche Personen: Name und Vorname(n), Adresse, Telefon- und/oder Fax-Nummern, E-Postadresse(n) Geburtsdatum, Geschlecht und Mitgliederstatus
  • für juristische Personen: Firmenname, Firmenadresse, Telefon- und/oder Fax-Nummern, E-Postadresse, sowie Name(n), Adresse(n), Rufnummer(n) und E-Postadresse(n) von Ansprechpersonen, Mitgliederstatus.

Diese Verzeichnisse können veröffentlicht oder Dritten zugänglich gemacht werden, sofern nicht schützenswerte Interessen dagegen sprechen. Solche sind beim Vorstand durch die Betroffenen geltend zu machen.

5.6.   Rechnungsrevisoren / Revisionsstelle: Die Jahresversammlung wählt jeweils für ein Jahr zwei natürliche Personen zu Rechnungsrevisoren. Diese sind unbeschränkt wieder wählbar.

5.6. a   Sollte die Wahl von zwei Revisoren aus dem Mitgliederkreis nicht möglich sein, so muss der Vorstand binnen 20 Tagen nach der JV eine juristische Person als Revisionsstelle bestellen.

5.6. b   Die Revisoren bzw. die Revisionsstelle führt mindestens einmal jährlich eine Stichprobe beim Rechnungsführer durch und erstattet dem Vorstand zuhanden der JV schriftlich Bericht und Antrag über Buchführung und Jahresabrechnung.

 

6.   Auflösung oder Fusion

6.1.   Auflösung: Die Auflösung des FVRA kann entweder durch Beschluss an einer ordentlichen Jahresversammlung oder durch Beschluss einer speziell zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung – mit einem Stimmenmehr von 2/3 der anwesenden Stimmberechtigten – beschlossen werden, wenn mindestens 2/3 aller Stimmberechtigten des Vereins anwesend sind. (Siehe 5.4. a)

6.2.   Sind weniger als 2/3 aller Stimmberechtigten anwesend, so ist innerhalb dreier Monate eine zweite Mitgliederversammlung durchzuführen. An dieser kann sodann der Verein auch mit einer einfachen Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten aufgelöst werden. 

6.3.   Wurde von der Versammlung die Auflösung beschlossen, so bestimmen die anwesenden Stimmberechtigten anschliessend mit einfachem Mehr über:

  • die Benennung der Liquidatoren.
  • die Grundsätze und Auflagen, nach welchen die Liquidation erfolgen soll.
  • die Verwendung des Vereinsvermögens.

6.4.   Fusion: Anstelle einer Auflösung kann auf Antrag des Vorstandes auch die Fusion mit einem anderen gleichgesinnten Verein beschlossen werden. Hierzu ist vom Vorstand vorgängig die Zustimmung einer qualifizierten Mehrheit des Fusionspartners einzuholen. Eine beschlossene Fusion wird alsdann von den Vorständen der beiden Partner durchgeführt und in schriftlicher Form vertraglich festgehalten. Hernach wird der Vollzug allen Mitgliedern der Fusionspartner schriftlich mitgeteilt. (Siehe 5.4. a)

 

7.   Streitigkeiten und Beschwerden

Jedes Mitglied hat das Recht, bei Streitigkeiten oder Beschwerden, welche die Fischerei im Tätigkeitsbereich des Vereins betreffen, den Vorstand mit einem Schlichtungsversuch zu beauftragen. Dies gilt auch für Zwistigkeiten zwischen Mitgliedern.

 

8.   Schlussbestimmungen

Die vorliegenden Statuten ersetzen die bisherigen Statuten des FVRA. Sie wurden am 15. Januar 2015 von der Jahresversammlung genehmigt und treten ab diesem Datum in Kraft.

 

Augst, im Dezember 2014

Der Präsident                                    Der Sekretär

 

Andreas Blank                                Robert Ramstein

 

Feb 5, 2015 | Posted by | Kommentare deaktiviert für Statuten
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